Export-Tipps

Korrekte Warentarifnummern – Grundlage für das Zollverfahren (H1)how can i help you?

Warentarifnummern und Zolltarifnummern schaffen die Grundlage für eine eindeutige Identifikation und Beschreibung von Handelsgütern im Zollverfahren. Durch die korrekte Warentarifnummer werden Zollsätze sowie Lizenzierungen, Ein- und Ausfuhr-Bestimmungen und gegebenenfalls auch steuerliche Komponenten für die Waren definiert. Eine Warentarifnummer muss immer dann vergeben werden, wenn Waren den EU-Wirtschaftsraum verlassen oder aus Nicht-EU-Ländern in die Europäische Gemeinschaft eingeführt werden sollen. Für den Warenverkehr innerhalb der EU fallen keine Zölle an.

Im “Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik” des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden sind achtstellige Warentarifnummern für alle Ausfuhrgüter hinterlegt, die für die Ausfuhranmeldungen im Atlas-IT-System der europäischen und deutschen Zollverwaltungen gefordert werden. Für Importe werden zehn- oder elfstellige Zolltarifnummern abgefragt. Über diese Nummern werden alle Maßnahmen und Kosten für den Zoll geregelt.

Nachzahlungen  und Ausfuhr-“Stopps” durch falsche Zahlencodes (H2)

Eine falsche Warentarifnummer führt im Zollverfahren zu verschiedenen Problemen. Falls wegen eines fehlerhaften Codes zu wenig Zoll entrichtet wurde, können bei einer Zollprüfung hohe Nachzahlungen erhoben werden. Die ATLAS-Ausfuhr-Anmeldung mit einer falschen Warentarifnummer oder einem falschen Zusatzcode kann dazu führen, dass die Handelsgüter die EU-Grenzen nicht passieren dürfen.

Richtige Kodierung durch “ETZ Online”, zollrechtliche Privilegien durch AEO-Zertifikate

Seit  Anfang 2006 können Waren- und Zolltarifnummern auch elektronisch über “ETZ Online” abgerufen werden. Der sogenannte Elektronische Zolltarif enthält alle Daten des Integrierten Tarifs der Europäischen Gemeinschaft sowie nationale Informationen zu Einfuhr-, Verbrauchs- und Umsatzsteuern. Fehler bei der Vergabe der Warentarifnummer für das Zollverfahren lassen sich durch “ETZ Online” mit hoher Sicherheit vermeiden. Die Nutzung des Systems ist bis auf diverse Download-Komponenten kostenlos.

Vor allem Exporteure können sich außerdem als “Authorized Economic Operator” (Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter/AEO) zertifizieren lassen und damit Bewilligungen für “Zollverfahren mit wirtschaftlicher Bedeutung” in der gesamten EU durch ein vereinfachtes Prozedere erhalten. Das AEO-Zertifikat Typ C (“Customs”) wird dabei bereits durch die Beantwortung von Zusatzfragen zur Selbstbewertung für die Einstufung als “Zugelassener Ausführer” (ZA) erlangt.

Quelle: export-tipps.de

 

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